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Rund um den Corona-Virus

Letzte Aktualisierung: 01.04.2020

Viele Unternehmen sind verunsichert über die Ausbreitung des Virus und die wirtschaftlichen Folgen. Von unterschiedlichen Seiten werden Sie mit aktuellen Informationen versorgt. In dieser Situation ist es wichtig systematisch vorzugehen. Hierfür haben wir einen Fahrplan entwickelt der Ihnen dabei helfen soll verschiede Unterstützungsmöglichkeiten gezielt in Anspruch zu nehmen. Wir empfehlen folgendes Vorgehen:


1. Beurteilen Sie Ihre eigene Liquiditäts- und Finanzlage (Kontostände, Cash Flow, vorhandene Rücklagen)

Wenn Sie bereits einen akuten Liquiditätsbedarf, infolge der Corona-Krise, haben bzw. Ihr Finanzierungsbedarf absehbar unterhalb von 50.000,- € liegen wird, dann nutzen Sie bitte das Angebot auf Soforthilfe der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank).

Zur Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes erhalten Sie hier Hinweise zur Antragstellung, sowie das für eine Antragstellung erforderliche Formular. Senden Sie dieses zusammen mit den erforderlichen Anlagen an antrag@soforthilfe.nbank.de
Wenn Sie hierzu Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte die NBank entweder per Mail beratung@nbank.de  oder rufen Sie die Hotline 0511 30031-333 an.
In dringenden Fällen wenden Sie sich an unsere Hotline, bzw. schreiben Sie uns eine Mail (siehe unten). Wir helfen Ihnen gern.

Anträge auf den Niedersachsen-Liquiditätskredit können ausschließlich über das Kundenportal der NBank gestellt werden. Die Erreichbarkeit ist zeitweise eingeschränkt. Sie können die Zeit nutzen um die benötigten Anlagen zum Antrag vorzubereiten. Die erforderlichen Vordrucke dazu finden Sie unter Downloads auf folgendem Link: Niedersachsen-Liquiditaetskredit.

Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Wirtschaft finden Sie auch in einer Zusammenstellung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung: www.mw.niedersachsen.de
Weitere Fragen/Anregungen nimmt das Niedersächsische Wirtschaftsministerium unter der Hotline 0511 120 5757 (Mo - Fr 8 - 20 Uhr) oder per e-mail: mw-corona@mw.niedersachsen.de  entgegen.

Wenn sich ein Liquiditätsbedarf abzeichnet, der deutlich über 50.000,- € liegt, dann nehmen Sie bitte direkten Kontakt zu Ihrer Hausbank auf. Fragen Sie hier gezielt nach dem Hilfsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Erstinformationen hierzu finden Sie unter: www.kfw.de.
Für den Fall, dass Ihre Hausbank weitere Sicherheiten für die Gewährung eines Kredites fordert, weisen Sie bitte auf die Möglichkeit zur Beantragung einer Bürgschaft bei der Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH hin. Entsprechende Informationen dazu finden Sie unter: www.nbb-hannover.de

Auch als selbständig, erwerbstätige Person (Soloselbständiger) können Sie und ggf. weitere Personen in Ihrem Haushalt Anspruch auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem Link: www.arbeitsagentur.de  
Weitere Fragen dazu richten Sie bitte an das Jobcenter Landkreis Lüneburg, https://jobcenter-lueneburg.de/kontakt/

2. Steuervorauszahlungen/Steuerstundungsmöglichkeiten beim Finanzamt anpassen/prüfen

Unternehmen können, einen Antrag auf Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer beantragen. Kontaktieren Sie hierzu Ihren Steuerberater oder nutzen Sie die Informationen des Niedersächsischen Finanzministeriums unter folgenden Link: www.mf.niedersachsen.de/
Dort finden Sie auch eine Vorlage zur Beantragung von Steuererleichterungen bei Ihrem Finanzamt (PDF, 0,10 MB). Es soll nach Auskunft vom Finanzamt Lüneburg ab sofort in dieser Form akzeptiert werden. Sie Finden die Unterlage auch hier.
Beantragen Sie ggf. Fristverlängerungen falls noch keine Dauerfristverlängerung besteht oder falls aufgrund von Quarantäne und Ausfall der Mitarbeiter keine Abgabe zum geforderten Termin möglich sind.
Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer zuständig ist und entsprechend verfahren wird. Die Generalzolldirektion hat ein FAQ erstellt. Informationen finden Sie unter www.zoll.de/

3. Kurzarbeit zur Reduzierung laufender Kosten prüfen

Sofern eine Beschäftigung von Mitarbeitern derzeit nicht möglich oder notwendig ist, sollten Sie die Möglichkeit von Kurzarbeit prüfen. Nähre Informationen zur Anzeige der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit finden Sie unter folgendem Link:
www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld.
Sofern Sie keinen Betriebsrat im Unternehmen haben, muss mit den betroffenen Mitarbeitern eine Vereinbarung getroffen werden. Sie dokumentiert das erforderliche Einverständnis des/der Betroffenen. Enthalten die Arbeitsverträge arbeitsrechtliche Regelungen zur Einführung von Kurzarbeit, sind die Mitarbeiter lediglich über die Kurzarbeit zu informieren.
Das Muster zur individuellen Vereinbarung der Kurzarbeit können Sie hier herunterladen.
Anrufe bei der Arbeitsagenturen und dem Jobcentern sollen auf Notfälle beschränkt bleiben. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf Twitter, https://twitter.com/bundesagentur

4. Vertragspartner kontaktieren

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vermieter, Lieferenten und Kunden mit dem Ziel ggf. Stundungen oder Teilzahlungen zu vereinbaren. Mögliche Auswirkungen von COVID-19 auf bestehende Liefer- und Leistungsverträge müssen im Einzelfall und an Hand des konkreten Vertragstextes bewertet werden. So können vertragliche Abreden für die Lieferung von Waren unter Umständen gekündigt werden sofern zugesagte Lieferungen nicht oder nicht rechtzeitig eintreffen. Lieferanten wie Abnehmer oder Zwischenhändler sollten genau prüfen, welche Optionen ihnen offenstehen bzw. welche Rechte sie bei der Durchsetzung von Ansprüchen haben. Eine besondere Herausforderung für eine entsprechende Beurteilung stellen internationale Geschäftsbeziehungen dar. Der hier hinterlegte Text soll Ihnen eine erste Übersicht über den Rechtsrahmen geben und Handlungsoptionen aufzeigen.

5. Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die Bundesregierung bereitet derzeit eine gesetzliche Regelung vor, um von COVID-19 betroffene Unternehmen vor Insolvenzen zu schützen. Unternehmen, die nachweislich nur und ausschließlich wegen der Corona-Krise in Schieflage geraten sind, müssen voraussichtlich bis Ende September keinen Insolvenzantrag stellen. Normalerweise müssen Geschäftsführer innerhalb von drei Wochen Insolvenz anmelden, wenn ihr Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Bitte bleiben Sie hierzu im Kontakt mit Ihrem Steuerberater.

Wir sind ständig bemüht, die zusammengestellten Informationen aktuell zu halten. Dennoch kann es kurzfristig zu neuen oder veränderten Informationen kommen. Wir empfehlen daher den täglichen Besuch unserer Seite und die Beachtung von Informationen, die wir über unseren Facebook-Account @Wirtschaftfoerderung.Lueneburg bereitstellen.

Wenn Sie zu den o.g. Informationen weitere Fragen haben, dann können Sie uns von Mo. bis Fr. in der Zeit von 8.00 – 18.00 Uhr unter folgender Telefonnummer erreichen: Tel. 04131 – 2082-0
oder senden Sie eine e-mail an info@wirtschaft.lueneburg.de